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Automatische Stundenzettel: KI-Systeme für die Zeiterfassung

14. Juni 2026 6 min LesezeitVon Redaktion
Ein Handwerker auf einer Baustelle hält ein Smartphone in der Hand, auf dessen Display eine Zeiterfassungs-App mit Projektzuordnung zu sehen ist. Im Hintergrund Werkzeug und Baumaterial, helle, moderne Atmosphäre.

Häufige Fragen

Ist eine KI-gestützte Zeiterfassung DSGVO-konform?

Grundsätzlich ja, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind: Der Serverstandort muss in der EU liegen, die Speicherdauer personenbezogener Daten muss klar geregelt sein, und bei GPS-Tracking ist in Österreich in der Regel eine Betriebsvereinbarung erforderlich. Die Stellungnahmen der österreichischen Datenschutzbehörde (DSB) geben Orientierung zu den konkreten Anforderungen.

Was kostet eine digitale Zeiterfassung für einen Handwerksbetrieb mit 10 bis 15 Mitarbeitern?

Die Kosten variieren stark je nach Anbieter und Funktionsumfang. Typische Cloud-Lösungen bewegen sich zwischen 3 und 12 Euro pro Nutzer und Monat. Dazu kommen einmalige Einrichtungskosten und gegebenenfalls Kosten für Schnittstellen zur Lohnbuchhaltung. Ein Teil dieser Kosten kann über Förderprogramme wie KMU.DIGITAL abgedeckt werden.

Können Mitarbeiter die Zeiterfassung auf der Baustelle auch ohne Internet nutzen?

Ja, viele moderne Zeiterfassungs-Apps bieten eine Offline-Funktion. Einträge werden lokal auf dem Smartphone gespeichert und automatisch synchronisiert, sobald wieder eine Internetverbindung besteht. Bei der Systemauswahl sollte diese Funktion explizit geprüft werden — nicht alle Anbieter unterstützen sie.

Wie lange dauert die Einführung einer digitalen Zeiterfassung?

Bei unkomplizierten Setups — mobile App, keine tiefe ERP-Integration — ist ein Betrieb mit 10 bis 20 Mitarbeitern geschätzt in zwei bis vier Wochen arbeitsfähig. Komplexere Szenarien mit Schnittstellen zur Lohnverrechnung und Branchensoftware können sechs bis acht Wochen in Anspruch nehmen. Eine parallele Übergangsphase (Papier und Digital gleichzeitig) von zwei bis drei Wochen ist empfehlenswert.

Ersetzt KI-Zeiterfassung die Lohnbuchhaltung?

Nein. KI-gestützte Zeiterfassung bereitet die Daten auf und reduziert den manuellen Aufwand in der Lohnverrechnung erheblich. Die eigentliche Lohnabrechnung — mit allen steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Aspekten — bleibt eine eigene Aufgabe, die in der Regel von der Buchhaltung oder einem Steuerberater durchgeführt wird. Die Zeiterfassung liefert die saubere Datenbasis dafür.

Gibt es Förderungen für die Einführung einer digitalen Zeiterfassung in Österreich?

Ja, insbesondere über das Programm KMU.DIGITAL der WKO können Beratungs- und Umsetzungskosten für Digitalisierungsprojekte gefördert werden. Die Zeiterfassung ist dabei oft Teil eines größeren Vorhabens. Auch die aws bietet Instrumente für Digitalisierungsvorhaben. Da sich Bedingungen und Förderhöhen regelmäßig ändern, sollte vor Projektstart ein aktueller Check auf den Förderportalen erfolgen.

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