Vom Foto zum Angebot: KI-gestützte Aufmaß-Apps im Handwerk

Häufige Fragen
Wie genau sind KI-gestützte Aufmaß-Apps im Vergleich zum manuellen Aufmaß?
Aktuelle Apps mit LiDAR-Unterstützung erreichen bei Innenräumen Genauigkeiten im Bereich von 1–2 Zentimetern. Für Erstaufmaße und Angebotskalkulationen reicht das in den meisten Gewerken aus. Bei komplexen Projekten oder kritischen Maßen (z. B. Einbaumöbel) empfiehlt sich weiterhin eine manuelle Kontrollmessung vor Ort.
Welche Smartphones eignen sich für Aufmaß-Apps mit Fotogrammetrie?
Grundsätzlich funktionieren die meisten aktuellen Smartphones. Deutlich bessere Ergebnisse liefern Geräte mit LiDAR-Sensor – etwa neuere iPhones (ab iPhone 12 Pro) oder ausgewählte Android-Modelle mit ToF-Sensor. Ohne LiDAR arbeiten die Apps rein mit Fotogrammetrie, was bei guten Lichtverhältnissen ebenfalls brauchbare Ergebnisse liefert.
Was kostet eine professionelle Aufmaß-App für Handwerksbetriebe?
Die Preisspanne ist groß: Einfache Apps starten bei rund 10–30 Euro pro Monat, professionelle Lösungen mit Kalkulations- und Angebotsmodul liegen bei 50–150 Euro pro Monat und Nutzer. Einige Anbieter bieten kostenlose Basisversionen an. Die Investition kann in Österreich über Programme wie KMU.DIGITAL teilweise gefördert werden – aktuelle Konditionen sollten direkt beim Förderportal geprüft werden.
Sind die Fotos und Raumdaten in Aufmaß-Apps DSGVO-konform gespeichert?
Das hängt vom Anbieter ab. Entscheidend ist, wo die Daten verarbeitet und gespeichert werden. Bei cloudbasierten Apps sollte ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) vorliegen, und die Server sollten idealerweise in der EU stehen. Manche Apps bieten auch eine rein lokale Verarbeitung auf dem Gerät an – das ist aus Datenschutzsicht die sicherste Variante.
Kann eine Aufmaß-App mein bestehendes ERP-System oder meine Branchensoftware anbinden?
Viele moderne Aufmaß-Apps bieten Schnittstellen (APIs) oder Exportformate wie GAEB, CSV oder PDF, die sich in gängige Handwerkersoftware importieren lassen. Vor der Anschaffung sollte geprüft werden, ob die konkrete App mit dem vorhandenen System kompatibel ist. Falls keine Standardschnittstelle existiert, lässt sich eine individuelle Anbindung oft mit überschaubarem Aufwand programmieren.
Für welche Handwerksberufe lohnt sich eine KI-Aufmaß-App am meisten?
Den größten Nutzen haben Gewerke, die regelmäßig Flächen und Räume erfassen: Maler, Bodenleger, Fliesenleger, Dachdecker und Tischler. Auch Sanitär- und Heizungsbetriebe profitieren bei der Erfassung von Raumvolumina und Rohrlängen. Weniger geeignet ist die Technologie für Arbeiten an verdeckten Strukturen, etwa Elektroinstallationen hinter bestehenden Wänden.
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