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Praxisbeispiele

Von Aufmaß bis Angebot: KI-Anwendungen, die das Handwerk verändern

12. Mai 2026 6 min LesezeitVon Redaktion
Ein Handwerker auf einer Baustelle nutzt ein Tablet mit einer KI-gestützten Aufmaß-App, im Hintergrund ein Dachstuhl. Warmes Tageslicht, moderne Arbeitsatmosphäre, keine Science-Fiction-Ästhetik.

Häufige Fragen

Welche KI-Anwendungen gibt es konkret für Handwerksbetriebe?

Die gängigsten KI-Anwendungen im Handwerk betreffen das digitale Aufmaß per Smartphone, die automatisierte Angebotserstellung, die KI-gestützte Einsatzplanung, die Schadensanalyse per Bilderkennung sowie Chatbots für die Kundenkommunikation. Alle setzen bei der Verwaltungs- und Planungsarbeit an, nicht bei der handwerklichen Tätigkeit selbst.

Was kostet der Einstieg in KI-Tools für einen kleinen Handwerksbetrieb?

Die meisten KI-Werkzeuge für das Handwerk sind als Cloud-Dienste (SaaS) verfügbar und kosten zwischen 30 und 200 Euro monatlich je nach Funktionsumfang. Viele bieten kostenlose Testphasen. In Österreich können Beratungs- und Umsetzungskosten über Programme wie KMU.DIGITAL gefördert werden.

Brauche ich IT-Fachwissen, um KI im Handwerk einzusetzen?

Nein. Die aktuellen KI-Tools sind bewusst für Anwenderinnen und Anwender ohne IT-Hintergrund entwickelt. Ein Smartphone oder Tablet und ein Internetzugang genügen für den Einstieg. Sinnvoll ist allerdings eine Bestandsaufnahme der eigenen Prozesse, um das passende Werkzeug für den größten Engpass zu wählen.

Wie genau ist ein KI-gestütztes Aufmaß per Smartphone?

LiDAR-basierte Aufmaß-Apps erreichen laut Herstellerangaben eine Genauigkeit von ±1–2 cm. Das reicht für die meisten Gewerke im Innenausbau. Für hochpräzise Anwendungen wie den Treppenbau oder die Fenstertechnik bleibt ein professioneller Laserscanner die bessere Wahl.

Gibt es Förderungen für die Einführung von KI im Handwerk in Österreich?

Ja. Das Programm KMU.DIGITAL fördert sowohl die Beratung als auch die Umsetzung von Digitalisierungsprojekten in KMU, einschließlich Handwerksbetrieben. Daneben bieten die aws (Austria Wirtschaftsservice) und die FFG weitere Förderschienen für Digitalisierung und Innovation. Die konkreten Förderhöhen und Konditionen sollten direkt auf den jeweiligen Förderportalen geprüft werden, da sie sich laufend ändern.

Ersetzt KI den Handwerker oder die Meisterin?

Nein. KI-Werkzeuge im Handwerk übernehmen administrative und planerische Routineaufgaben — Dokumentation, Kalkulation, Terminkoordination. Die fachliche Expertise, das handwerkliche Können und die Kundenbeziehung bleiben beim Menschen. KI entlastet das Team von Büroarbeit und schafft mehr Zeit für die eigentliche Wertschöpfung.

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