Von Zettelwirtschaft zu Smart Data: So digitalisieren Sie Ihren Betrieb

Häufige Fragen
Was kostet Digitalisierung für ein kleines Unternehmen mit unter zehn Mitarbeitenden?
Viele Cloud-Tools bieten kostenlose Basispläne oder Einstiegsversionen ab 10–30 Euro pro Monat. Die größte Investition ist nicht Geld, sondern Zeit für Einrichtung und Einarbeitung – typischerweise ein bis zwei Nachmittage für den ersten Prozess. Über KMU.DIGITAL lassen sich Beratungskosten zudem anteilig fördern.
Welcher Prozess eignet sich am besten als erster Digitalisierungsschritt?
Erfahrungsgemäß sind Eingangsrechnungen und Belegerfassung der wirkungsvollste Einstieg: Der Prozess ist klar abgrenzbar, wiederholt sich täglich und die Zeitersparnis ist sofort messbar. Alternativ eignen sich Auftragszettel oder die digitale Kundenkartei.
Wie stelle ich sicher, dass ein Cloud-Tool DSGVO-konform ist?
Prüfen Sie drei Punkte: Serverstandort in der EU (idealerweise Österreich oder Deutschland), Verfügbarkeit eines Auftragsverarbeitungsvertrags (AVV) und eine transparente Datenschutzerklärung des Anbieters. Seriöse Tools stellen diese Informationen auf ihrer Website bereit.
Brauche ich einen IT-Berater, um mit der Digitalisierung zu starten?
Für den ersten Quick-Win – also das Ersetzen eines einzelnen papierbasierten Prozesses – in der Regel nicht. Die aktuellen Tools sind für Nicht-Techniker konzipiert. Sobald mehrere Systeme miteinander verknüpft werden sollen oder eine Gesamtstrategie erarbeitet wird, kann eine geförderte Beratung über KMU.DIGITAL sinnvoll sein.
Was passiert mit meinen Papierdokumenten nach der Umstellung?
Gesetzliche Aufbewahrungspflichten gelten weiterhin – in Österreich beträgt die steuerliche Aufbewahrungsfrist in der Regel sieben Jahre. Bereits vorhandene Papierbelege müssen also archiviert bleiben. Neue Belege können bei revisionssicherer digitaler Erfassung in vielen Fällen rein digital aufbewahrt werden. Im Zweifel empfiehlt sich eine Rücksprache mit der Steuerberatung.
Welche Förderungen gibt es 2026 in Österreich speziell für die Digitalisierung von KMU?
Das wichtigste Programm ist KMU.DIGITAL, getragen von WKO und Bundesministerium, das sowohl Beratung als auch Umsetzung fördert. Ergänzend bietet die aws (Austria Wirtschaftsservice) Förderungen für größere Digitalisierungsprojekte. Einige Bundesländer haben zusätzlich eigene Digitalisierungschecks. Aktuelle Förderhöhen und Bedingungen sollten direkt auf den jeweiligen Programmseiten geprüft werden.
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